Jeder Immobilienverwalter nimmt im Auftrag seiner Kunden treuhänderische Aufgaben wahr. Oftmals wird dieser Aspekt nicht ausreichend gewürdigt. Der Verwalter sorgt nicht einfach dafür, daß die Betriebskostenabrechnung pünktlich bei den Mietern eingeht oder dafür, daß die von ihm verwalteten Immobilien gepflegt aussehen.

Ein guter Immobilienverwalter tut viel mehr als die laufende Verwaltung sicherzustellen – er nimmt stellvertretend für seinen Auftraggeber dessen Interessen wahr.

Er wird insofern auch denselben Planungshorizont betrachten wie sein Auftraggeber und sich immer wieder die Frage stellen, wie er innerhalb dieses Zeitraums die Einnahmen aus der jeweiligen Immobilie maximieren kann, wie er Kosten senken kann und wie er eine Immobilie marktfähig hält.

Der Vermögens- und Einnahmeplanungsaspekt geht im Tagesgeschäft häufig unter. Spätestens aber mit dem Jahreswechsel sollte turnusmäßig eine Überprüfung der Ist-Situation, ein Abgleich mit vergangenen Planungen und die Aufstellung einer neuen Jahresplanung erfolgen. Der Immobilienverwalter, der seine Aufgabe in dieser Weise versteht, agiert letztlich als Vermögensverwalter und sieht sich auch selbst als ein solcher.

Der vorausschauende, umsichtige und wirtschaftliche Umgang mit dem Vermögen und den Vermögenswerten des Auftraggebers steht für einen guten Verwalter an erster Stelle seiner Aufgabenliste bei der Übernahme eines Verwaltungsmandates.

Dieser Aspekt der Vermögensverwaltertätigkeit sollte meines Erachtens sehr viel deutlicher – auch von den Verwaltern selbst –  herausgestellt werden, denn das ist der eigentliche Mehrwert, den ein jeder Verwalter dem Mandanten gegenüber einbringt.

gez. Sascha Janzen

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